Neue Möglichkeiten für Unternehmen 🚀
Mit der Ankündigung von Windows Server 2025 hat Microsoft nicht nur technische Neuerungen vorgestellt, sondern auch die Lizenzierungsmodelle erweitert. Bereits seit Oktober 2022 gibt es neben der klassischen Lizenzierung auf physischer Serverbasis eine zusätzliche Option: die Lizenzierung auf Ebene einzelner virtueller Maschinen (VMs). Für Unternehmen bedeutet das mehr Flexibilität – gleichzeitig steigt jedoch die Komplexität der Entscheidungsfindung.
Lizenzierung nach physischen Kernen ⚙️
Die bisherige Standardmethode basiert auf den physischen Kernen eines Servers. Unabhängig davon, ob Hyper-V oder VMware eingesetzt wird, gelten die gleichen Anforderungen:
- Mindestlizenzierung: 8 Kerne pro Prozessor und 16 Kerne pro Server.
- Standard Edition: Nutzung im physischen Betriebssystem (OSE) plus zwei VMs, sofern die physische Instanz ausschließlich zur Verwaltung von VMs genutzt wird.
- Datacenter Edition: Nutzung im physischen OSE plus unbegrenzte Virtualisierung auf jedem vollständig lizenzierten Server.
Ein Beispiel verdeutlicht die Unterschiede: Ein VMware-Cluster mit drei Servern à 16 Kernen und insgesamt sechs VMs muss bei der Standard Edition für die maximale VM-Anzahl lizenziert werden – was schnell zu hohen Lizenzkosten führt. In Umgebungen mit vielen VMs lohnt sich daher meist die Datacenter Edition.
Lizenzierung nach virtuellen Maschinen 💻
Seit 2022 bietet Microsoft eine weitere Option: die Lizenzierung pro VM. Diese ist jedoch nur für Kunden mit aktiver Software Assurance (SA) oder gültigem Abonnement verfügbar. Dabei gelten folgende Regeln:
- Es müssen alle virtuellen Kerne lizenziert werden, mindestens jedoch 8 pro VM.
- Die Nutzung ist ausschließlich in virtuellen Maschinen erlaubt, nicht im physischen OSE.
- Container mit Hyper-V-Isolation werden wie eigenständige VMs behandelt.
Diese Variante kann für Unternehmen interessant sein, die nur wenige VMs benötigen und daher von einer granularen Lizenzierung profitieren.
Windows Server CALs: Zugriffsrechte beachten 🔑
Zusätzlich zur Serverlizenz ist für jeden Benutzer oder jedes Gerät ein Client Access License (CAL) erforderlich. Dabei gibt es zwei Modelle:
- User CALs: sinnvoll, wenn Mitarbeitende von mehreren Geräten (Laptop, Smartphone etc.) zugreifen.
- Device CALs: wirtschaftlicher, wenn sich mehrere Personen ein Gerät teilen.
Für externe Nutzer hat Microsoft die Definition ab Oktober 2024 angepasst. Externe User können entweder über klassische CALs, über bestimmte Microsoft-365-Lizenzen (z. B. EMS E3/E5) oder über sogenannte External Connector Lizenzen abgedeckt werden.
Strategische Überlegungen für den Mittelstand 💡
Für mittelständische Unternehmen ist die Wahl des richtigen Lizenzmodells entscheidend, um Kosten zu optimieren und gleichzeitig flexibel auf Veränderungen reagieren zu können. Dabei gilt:
- Wenige VMs → VM-Lizenzierung mit SA sinnvoll.
- Viele VMs → Datacenter Edition auf physischer Basis kosteneffizient.
- Hybride Szenarien → Kombination aus physischer und virtueller Lizenzierung.
Eine gründliche Analyse der IT-Infrastruktur ist unerlässlich, bevor Entscheidungen getroffen werden. Fehlentscheidungen können zu unnötigen Lizenzkosten oder Einschränkungen in der Skalierbarkeit führen.
Fazit: Planung statt Kostenfalle 📊
Windows Server 2025 bringt mehr Flexibilität in der Lizenzierung – doch damit auch mehr Komplexität. Entscheidend ist eine sorgfältige Planung, die sowohl die technische Infrastruktur als auch zukünftige Wachstumspläne berücksichtigt. Unternehmen, die frühzeitig die richtige Strategie entwickeln, sichern sich nicht nur Kostenvorteile, sondern auch die notwendige Flexibilität für die digitale Transformation.
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